Inselhafen Prerow
Projekt: Nachhaltige und umweltfreundliche Versorgungskonzepte für die Seenotrettung und touristische Integration des Inselhafen Prerow
Der bestehende Nothafen am Darßer Ort ist für die Seenotrettung vor dem Fischland-Darß-Zingst von großer Bedeutung, steht jedoch im Konflikt mit den Naturschutzinteressen im Nationalpark. Daher hat die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern beschlossen, einen neuen, naturschutzverträglichen Ersatzhafen zu errichten und den alten Standort perspektivisch zu schließen.
Bereits 2014 wurde in einer Machbarkeitsstudie untersucht, ob ein Inselhafen im Küstenvorfeld vor Prerow realisierbar ist. Die Prüfung ergab, dass Prerow als bevorzugter Standort geeignet ist, da der Hafen in Verlängerung der bestehenden Erschließung gebaut werden kann. Die landseitige Anbindung erfolgt über eine Seebrücke, der die Bürgerinnen und Bürger Prerows 2015 zugestimmt haben.
Seit 2016 wurden die technischen Planungen in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den späteren Nutzern vorangetrieben, um die Anforderungen der Seenotrettung mit einer behutsamen touristischen Nutzung zu verbinden. Ziel ist es, den Hafen langfristig als sicheren Nothafen zu etablieren und zugleich neue Impulse für die touristische Entwicklung zu setzen
Technische Planung
Unser Büro übernahm die Planung der technischen Anlagen und Infrastruktur. Dazu gehören unter anderem::
- Trinkwasserversorgung über eine Umkehrosmoseanlage zur Aufbereitung von Ostseewasser
- Abwasseraufbereitung durch eine vollbiologische Membrankläranlage mit Direkteinleitung des gereinigten Abwassers in
die Ostsee
Vollständig dezentrale Ver- und Entsorgung, wodurch keine landseitige Anbindung an ö entliche Leitungsnetze
erforderlich ist
Mittelspannungsversorgung über eine Übergabestation und Einspeisung über die Seebrücke
Technische Ausstattung des Hafengebäudes sowie Trinkwasser- und Stromversorgung an den Steganlagen
Beleuchtung und Energieversorgung der Seebrücke und des Fähranlegers
Durch diese dezentrale Versorgungslösung konnten unterseeische Leitungsführungen und Eingriffe in den Meeresboden vermieden werden. So wird der Naturraum geschont, während gleichzeitig die Versorgungssicherheit des Nothafens gewährleistet bleibt.
























